Tagesmeditation vom 11. Juni als Audiodatei:
Das Leben mit Drogen ist kein "sauberes" Leben - keiner weiß dies besser als wir. Einige von uns lebten in äußerlicher Verwahrlosung und kümmerten sich weder um ihre Umgebung noch um sich selbst. Schlimmer als irgendein äußerer Dreck war aber, wie sich die meisten von uns innerlich fühlten. Was wir taten, um Drogen zu bekommen, wie wir andere Leute behandelten und wie wir uns selbst behandelten, führte dazu, dass wir uns schmutzig fühlten. Viele von uns erinnern sich, wie sie Morgen für Morgen nur mit dem Wunsch aufgewacht sind, wenigstens einmal im Reinen mit sich selbst und ihrem Leben zu sein.
Heute haben wir eine Chance mit uns im Reinen zu sein, indem wir clean leben. Für uns Süchtige fängt cleanes Leben damit an, keine Drogen zu nehmen - schließlich ist es das, was wir in Narcotics Anonymous meistens mit "clean" meinen. Während wir clean bleiben und die Zwölf Schritte arbeiten, entdecken wir aber auch eine andere Art des Cleanseins. Es ist das Cleansein, das wir erreichen, indem wir die Wahrheit über unsere Sucht eingestehen, statt unsere Krankheit zu verbergen oder zu leugnen. Es ist die Frische, die entsteht, wenn wir unsere Fehler zugeben und Wiedergutmachung leisten. Es ist die Lebendigkeit, die durch die neuen Werte entsteht, die wir auf der Suche nach dem Willen unserer Höheren Macht für uns entwickeln. Wenn wir die Prinzipien unseres Programms in all unseren Angelegenheiten anwenden, haben wir keinen Grund, uns wegen unseres Lebens oder unseres Lebensstils schmutzig zu fühlen - wir leben clean und sind dankbar dafür.
"Cleanes Leben" war früher nur etwas für "Spießer". Heute ist cleanes Leben die einzige Art zu leben, die für uns in Frage kommt.
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Text des ‘Nur für heute’
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